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Die Idee einer “social street” beruht auf der Erfahrung der facebook-Gruppe „Residenti in Via Fondazza – Bologna“ (Einwohner in Via Fondazza – Bologna), die im September 2013 begonnen hat. Ziel der Social Street ist die Straßennachbarn kennenzulernen, um mit ihnen näheren Kontakt zu bekommen, berufliche Kenntnisse auszutauschen, gemeinsam Kollektivprojekte durchzuführen und dadurch alle Vorteile zu erleben, die eine größere gesellschaftliche Interaktion mit sich bringt. Um dieses Ziel kostenfrei zu erreichen, d.h. ohne neue Webseiten oder Plattformen aufzumachen; die Social Street benutzt geschlossene Facebook-Gruppen.
Unsere Philosophie
Diese Webside soll der Bezugspunkt für die die Social Street in Italien werden. Egal wer am Social Street Projekt teilnehmen möchte kann das info@socialstreet.it.bekanntgeben. Wir werden das Portal auf den neuesten Stand bringen, damit alle, die es benutzen, erfahren kann, welche Straßen am Projekt teilgenommen haben und eine neue „social street“ gründen.
Die Erfahrung von Via Fondazza in Bologna will nicht isoliert bleiben, sondern diese Webseite möchte bei der Verbreitung der Social Street helfen.

Die Definition social street ist durchaus subjektiv; wir maßen uns nicht an die einzig richtige zu liefern. Wir können euch allerdings sagen, was social street für uns bedeutet. Falls ihr unsere Philosophie auch teilt, freuen wir uns den Link eurer Facebook-Gruppe aufzunehmen.

1. Wichtigstes Ziel ist es mit Menschen aus der Nachbarschaft Kontakte anzuknüpfen um sich untereinander bei alltäglichen Bedürfnissen entgegenzukommen, konkrete Hilfe zu leisten, Aktivitäten miteinander zu teilen, Meinungen, Ansichten auszutauschen ……..die Möglichkeiten sind unbegrenzt.
2. Es darf keine gewinnbringenden Absichten, sondern ausschließlich soziale Ziele verfolgen.
3. Social Street verbreitet keinerlei politische, religiöse oder ideologische Vision, ihr einziges Kriterium ist die Nähe der Nachbarn in dem Gebiet..
4. Wenn ihr eure facebook-Gruppe eingerichtet habt, könnt ihr sie info@socialstreet.it mitteilen. Wir werden euch kontaktieren, überprüfen, dass die Ziele soziale Absichten sind und euch dann ins Portal „social street“ einschreiben.

Schritt 1: EINE GESCHLOSSENE FACEBOOK-GRUPPE EINRICHTEN

Als erstes muss eine geschlossene Gruppe eingerichtet werden; dabei benutzt man das eigene facebook-Profil. Damit man von der Facebook-Suchmaschine gefunden werden kann, muss der Name der Gruppe in dem Format sein:

Anwohner in Name Straße (oder Platz, Viertel, usw) – Name Stadt – social street
Die Gruppe sollte möglichst geschlossen sein um die Privacy der zukünftigen Teilnehmer zu schützen. Die Privacy-Planungen können vom Gründer entworfen werden; er kann entscheiden, ob er alle post automatisch oder nicht zulässt oder ob er sie moderieren und zulassen möchte; aber man rät von dieser zweiter Hypothese ab, weil der social-street-Gedanke keinen „Chef“ vorsieht. Der Gründer ist ein bisschen der Moderator, der die Vorschläge und die Ideen der Gruppe lenkt, aber er ist nicht der absolute Leiter. Natürlich müssen gewisse Entscheidungen schnell getroffen werden, was durch die totale Mitbestimmung manchmal nicht leicht zu erreichen ist. Aus diesem Grund raten wir eine Art „cda“ zu schaffen, d.h. eine Gruppe, die vom Gruppengründer und vier oder fünf weiteren Personen gebildet wird. Da Facebook das grundlegende Element von der SociaL Street ist, kann der Gründer der geschlossenen Gruppe mit dem „cda“ private Chat öffnen um in kurzer Zeit Entscheidungen zu treffen. Es kann passieren, dass einige Gruppenmitglieder teilnehmen um eigene Reklame zu machen; in dem Fall entscheidet der Gründer, ob diese Art Reklame spamming ist ( und der Teilnehmer deshalb gelöscht wird) oder ob es sich um eine Reklame handelt, die allen Gruppenmitgliedern nützlich sein kann. Bei der Gründung kennt man möglicherweise absolut niemanden aus der Straße; das ist kein Problem. Man hat immer noch Zeit ein „cda“ zu bilden, das Wichtige ist zu starten.

Schritt 2: FÜR DIE GRUPPE WERBEN

Wenn die Facebook-Gruppe einmal gebildet ist, wirbt man für sie mit einem gedruckten Plan. Dafür reicht ein A 4-Blatt, auf dem man die Entstehung der Gruppe anzeigt, das Ziel der Spzialisierung und der Link, z.B. „Anwohner in Via Fondazza – Bologna“. Es genügen einige Fotokopien, die man an möglichst gut sichtbaren und „legalen“ Stellen anbringt. Man kann sie z.B. in die Briefkästen, unter Haus- oder Wohnungstüren werfen; ihr könnt die Idee einigen Geschäften eurer Straße erklären, und die können eure Werbekopien ausstellen ( wie z.B. unsere hier unten!)

Ihr dürft keine großen Ziele im Sinn haben. Der Erfolg der social street misst sich nicht an der Anzahl der Gruppenmitglieder; im Gegenteil, paradoxerweise haben wir festgestellt, dass kleine Gruppen besser funktionieren, weil die Menschen sich besser kennenlernen und stärkeren Kontakt untereinander haben. An dem Punkt könnt ihr auch die Geschäfte der Straße mit einbeziehen und einen Tausch vorschlagen der für beide Teile von Vorteil ist ( stärkere Ermäßigungen für die Anwohner, mehr Kunden für die Geschäfte).

Schritt 3: VERWALTUNG DER GRUPPE
Die Gruppe muss mit einem Minimum an Inhalten und Ideen belebt werden. Die Idee ist, dass die Gruppe sich selbst unterhält, aber das geschieht in der Realität selten. Der Gründer oder die Mitglieder des cda müssen versuchen die Gruppe auch mit kleinen Vorschlägen „am Leben“ zu halten. Die Gruppe aus Via Fondazza in Bologna hat z.B. Fotoalben angefertigt um die Fotos von den Innenterrassen, die man normalerweise nicht von der Straße aus sieht, allen zugänglich zu machen. Oder es wurden Fotoalben angelegt „um Dinge auszutauschen, die man nicht mehr braucht“. Das sind nur Beispiele, es gibt viele Möglichkeiten, wie z.B. einen hashtag von der eigenen Straße bei Instagram schaffen und Fotos aufzuladen, für Via Fondazza z. B. #fondazziani.

Vergesst nicht, dass Social Street für niemanden eine Arbeit werden darf, es darf nicht zu viel Mühe bereiten sondern soll ein Vergnügen sein. Dank Facebook kann man mit den anderen jederzeit Kontakt haben; das Wichtige ist, mit anderen eigene Erfahrungen, Bedürfnisse oder anderes zu teilen; denn das Interagieren führt wiederum zur Entstehung von „Untergruppen“, die Gemeinsamkeiten haben. Seid ihr Musiker? Durch social street könnt ihr entdecken, ob in eurer Straße Manschen leben, die eure musikalische Leidenschaft teilen.
Wenn ihr es geschafft habt, eine Gruppe von 30 Personen zu gründen, die sich untereinander nicht kennen, aber in derselben Straße leben und die dank der Gruppe Schwierigkeiten lösen und eventuell sogar Freundschaften entstehen lassen, dann könnt ihr sagen, dass eure social street Erfolg gehabt hat.

Schritt 4: VOM VIRTUELLEN ZUM REALEN
Der interessanteste Aspekt von Social Street ist, dass es vom Virtuellen entsteht; denn konkret kennt ihr die Menschen, die in eurer Nähe leben, nicht, aber ihr könnt diese Kontakte vom Virtuellen zum Realen umformen.Innerhalb der Facebook-Gruppe ist es möglich Events zu schaffen. Worauf wartet ihr also um persönlich eure 30 Kontakte kennen zu lernen? Man braucht keine öffentliche Räumlichkeiten oder Säle, die man mieten muss; es gibt Plätze, Parks und die Wohnungen der Menschen. Denkt daran, dass man für Social Street keine finanziellen Investitionen braucht; was man braucht, ist der Wille mit den eigenen Nachbarn Kontakt zu haben.

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WEB

Socialstreet on Arte

WIRED- Social Street: Wie ein Facebook-Experiment eine ganze Nachbarschaft zusammenführte

Die digitale Entdeckung der Nachbarschaft
“Social Street”: Nachbarschaftspflege via Internet

3 comments

  1. Lara
    30 agosto 2015 alle 23:22

    Ciao,
    abito a Monaco di Baviera, da due anni, ed ancora conosco pochissime persone nel vicinato (un po’ di piu’ in citta’, per fortuna, ma abitano dall’altra parte della citta’, appunto..).
    Ma in Germania SocialStreet c’è?
    ciao
    Lara

    • filippo
      filippo
      31 agosto 2015 alle 13:41

      ciao lara, no in germani ancora non esistono social Street. vuoi provare? se hai domande scrivici a info@socialstreet.it

    • martina
      5 novembre 2015 alle 8:18

      ciao Lara,
      in Germania esiste la Nachbarschaftshilfe che è simile al Concetto di social street. Almeno a Berlino come io sappia ce ne sono in ogni quartiere. per una prima info leggi https://de.wikipedia.org/wiki/Nachbarschaftshilfe
      saluti
      martina

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